Fotos bei flickr

Sunday, 13 May 2012

Hippiestyle im Alten Land

Ein seit November geplanter Outdoor-Shootingtermin hat ein Risiko: das Wetter. Aber die Obstbäume blühen nun mal nicht immer. Wenn dann aber ein so wunderbares Model wie Sarah dabei ist, gelingt einfach alles, trotz Kälte, Regenschauern und Wind. Danke, Sarah, für die Geduld und das Frieren, das Aussuchen der Locations und vor allem für dein Lachen und den Spaß beim Fotografieren.

Klick für ein größeres Bild

Diesmal dabei: die neue Kamera, die Fuji X-Pro1. Im Handling ist sie von Mal zu Mal weniger ungewohnt, ich bin immer wieder begeistert von den JPGs, die die Kamera erstellt. Bei den Canon EOS 5D war es oft so, dass die Bilder am Kamera-Monitor besser wirkten als dann am PC. Bei der Fuji ist es meist genau andersrum, am PC sind sie noch schöner als schon unterwegs. 

Meine Erfahrungen vom Shooting sind: der Weißabgleich ist pefekt. Die Dynamikanpassung leistet oft ähnliche Effekte wie ein Reflektor. Die s/w Bilder sind sehr ausgewogen. mit der 35mm Linse kann man hervorragend mit dem optischen Sucher arbeiten. Das 60mm funktioniert perfekt, wenn ein sehr kleines AF-Feld gewählt und  über den elektronischen Sucher positioniert wird. 

Alle Bilder unbearbeitet aus der Kamera. 

Das Fotografieren mit der X-Pro1 ist bewusster, langsamer - aber eben auch sehr präzise und mit sehr wenig Ausschuss verbunden. Wir sind auf dem richtigen Weg, die Kamera und ich. Alle Bilder unbearbeitet aus der Kamera. 






Aber vor allem: 
Danke Sarah.

Monday, 7 May 2012

Fuji X-Pro1 und Canon EF Objektive - Kipon Adapterring

Meine Canon EF Objektive haben nun auch an der Fuji ihren Platz. Sollte mal eine extremere Brennweite oder ein Zoom gefordert sein - dann können Canon EF Linsen nun mit dem Kipon Adapterring auch problemlos an die Fuji angeschlossen werden. Der manuelle Fokus muss, wie bei der X-Pro1 vorgesehen, exakt eingestellt werden. Die Lichtwaage gibt Auskunft über die Belichtung, denn fotografiert wird bei Offenblende. Konstruktionsbedingt können die EF-Linsen nicht abgeblendet werden. Auch ein Lensbaby kann problemlos eingesetzt werden.

Dies wird sicher nicht oft in dieser Kombination von mir eingesetzt werden, aber immerhin, es geht problemlos.

Die Verarbeitung des chinesischen Adapters ist nicht perfekt. Auf der Canon-Seite ist er schon sehr stramm, insgesamt sehr stabil. Anbei Testbilder mit dem EF 70-200/4 bei 200 mm (also 300mm an der X-Pro1) und dem Lensbaby.

Kipon Adapterring bei ebay.


Tuesday, 24 April 2012

Fuji X-Pro1 - erste Eindrücke

Eins vorab: die Bildqualität ist sensationell. Kamera und Objektive bilden eine stimmige Einheit. Es gibt genügend englischsprachige Berichte - der meine Eindrücke am besten wiedergebende Beitrag ist hier zu finden.

Was soll ich nun noch groß schreiben? Schon das Auspacken macht Spaß.

High ISO. Sensationell. Meine Testfotos geben die Testergebnisse im Labor eindeutig wieder: bei ISO 3200 ein leichter Einbruch der Dynamik. Aber Hand aufs Herz: selbst bei ISO 25600 ist die Auflösung für viele Zweck immer noch hervorragend. Meine Testbilder bei Flickr. Auch in voller Auflösung dort zu sehen.

Handling. Sie erfüllt meine Erwartungen. Kleiner, leichter, "wie damals". Ich hab das schließlich mal alles auf Vaters Agfa Silette gelernt. Wer es kann, sollte sich den Handgriff dazu kaufen - die Handhabung verbessert sich bei größeren Händen deutlich. Ja, das Batteriefach mit SD Karte ist nicht optimal und wird vom Handgriff oder einer Stativplatte abgedeckt. Aber ich fotografiere überwiegend und bastel nicht daran rum. 32GB Speicherkarte sind so schnell nicht voll. Was mich eher nervt, sind die Gegenlichtblenden der beiden kleineren Brennweiten, die sich leicht verdrehen und die darauf viel zu lose sitzende Gummiabdeckung. Auch ein normaler Objektivdeckel in dem Preissegment dürfte ein Band zur Sicherung haben wie etwas die Ersatzteile von Kaiser. Was mich hingegen stört, ist die fehlende Arretierung im Modus A des Blendenringes. Das hatten meine Canon FD Linsen an der AE-1 damals schon besser gelöst. Was mich in der Preisklasse auch ärgert, ist die fehlende Dioptrienkorrektur mit einem Angebot aus einer Hand. Wer eine Gleitsichtbrille braucht, weiß, wie nötig das sein kann.

Add-Ons. Der Thumbs Up Handgriff CSEP-2 ist zu empfehlen. Der Daumen hält die Kamera fest. Teuer (Leica-Zubehör eben) aber sinnvoll und beste Qualität. Leider nicht im Studio nutzbar, wenn der Blitzkontakt gebraucht wird. Ein Einschraub-Adapter für den Auslöser ist für mich hingegen entbehrlich, der Druckpunkt ist dadurch zu wenig differenzierbar.

Tipps. Wer den Energiesparmodus einstellt, wird sich über Seiteneffekte bei manchen Funktionen wundern. So verschwindet dabei dann z.B. das Live-Histogramm im optischen Sucher. Auch das längere Drücken des Suchermodus-Wahlhebels hat eine Funktion. Es schaltet die Vergrößerung des optischen Suchers ein. Beides Funktionen, nach denen ich lange gesucht habe. Und das, obwohl das Handbuch eigentlich recht übersichtlich ist. Es erklärt leider nur Basics ausgiebig, gibt aber wenig Tipps zum sinnvollen Nutzen etwa der Kontrastanpassung oder ISO Bracketing. Hier ist ebenso wie bei der Wahl der Filmsimulation erstmal Experimentieren angesagt, um die Kamera zu verstehen.

Erkenntnisse nach ersten Testbildern. Oder: der Versuch eines Labortests auf dem Gartentisch.
  • ISO 100 = weniger Dynamik, werde ich nicht nutzen. Lieber einen ND Graufilter kaufen.
  • ISO 1600 kann ohne Verluste fotografiert werden. 
  • Im Normalfall dürfte Dynamik auf 100% genügen. Mehr nur bei Gegenlicht.
  • Bildrauschen spielt bis ISO 3200 keine Rolle
  • sehr geringe Qualitäts-Verluste, wenn die JPG Qualität statt Fine auf Normal reduziert wird. Das kann ja mal retten, wenn der Speicherplatz knapp wird. Ich bin ja kein RAW-Fan, mir genügen meist die tollen JPGs
  • Die Integralmessung liefert im Vergleich zur Canon SLR dunklere Bilder
  • ISO Bracketing ist toll - da kann man sich wohl mal mit HDR austoben
  • Hochsetzen der Dynamik kann den Himmel dunkler machen, wenn mal kein Grauverlauf zu Hand ist
  • Der AF ist nicht schnell, aber genau
  • Der AF kann im Live-View Modus präzise kontrolliert werden. Die Wahl des AF Feldes kann sehr genau gesteuert werden. Und im 100 % Modus kann die Schärfe exakt bestimmt werden.
  • Der AF ist in Gegenlichtsituationen nicht immer toll. Siehe oben.. Energiesparmodus = AF Hilfslicht aus. 
  • Die Objektive machen Geräusche, haben keine Ultraschall-Motoren wie bei der SLR.
  • Das Klackern der Blende mag am Schreibtisch stören. Auf der Straße fällt es mir nicht auf.
  • 32 GB = ca. 4900 JPGs in bester Qualität
  • Schnelle Speicherkarten helfen
  • Die Kamera ist sehr schnell gestartet und schussbereit
  • der automatische Weißabgleich ist herausragend gut
  • die Filmsimulations-Serien mit drei Bildern machen Spaß
  • Die eingeblendeten Korrekturen der Parallaxe im Sucher für Bildausschnitt und AF Feld sind sehr hilfreich und gut, nachdem scharf gestellt wurde
  • Das Q-Menü ist eine tolle Idee. Allerdings fehlt mir eine Joystick-Navigation wie bei der
    Canon EOS 5D II
  • Die Makro-Funktion ermöglicht wunderbare, reduzierte Schärfe 
  • Das TFT Display ist sehr gelungen
  • Die elektronische Wasserwaage ist eine super Sache für Panorama und Landschaft
  • Mir fehlt das Speichern des Copyrights des Fotografen durch die Kamera.
  • Der Firmware Update 1.01 ist in 30 Sekunden gemacht - und hat echte erste Verbesserungen. Fuji scheint die Foren mitzulesen. Aber die Firmware-Dateien der Objektive alle identisch zu benennen, ist unhandlich. Und auch alle Kameraeinstellungen zurückzusetzen ist nicht wirklich praktisch. Also besser vorher merken und notieren. Auch die Bildnummer wird zurückgesetzt. Mein 60mm hatte sogar schon die neueste Firmware drauf.
Insgesamt noch ein weiter Weg, bis ich Fuji-Bilder denke und nicht nur Canon.

Monday, 23 April 2012

Ersatzakku Fuji X-Pro1

Ich wollte nur Original-Akkus kaufen. Aber die waren nicht lieferbar und sind teuer. So habe ich einen No-Name Akku bei Amazon für 14,90 € gekauft. Und er passt perfekt. Ich kann erstmal keinen bedeutenden Unterschied feststellen, er verhält sich wie ein Originalteil. Hier zu finden: http://goo.gl/kq8qx

Ich habe den Original-Akku (auf dem steht 7,2 V) und den Ersatz-Akku voll aufgeladen.
Die Messwerte der drei Anschlüsse der Akkus liefern

Original:  8.34 V · 7.58 V · 8.27 V 
No Name : 8.36 V · 7.60 V · 8.28 V

... ich denke, die Toleranz von 20 mV kann die Kamera verkraften. Die Langlebigkeit wird er zeigen müssen. Wie sein teurer Bruder auch....

Sunday, 22 April 2012

neue Wege gehen - Fuji X-Pro1

Ich habe mich Anfang April dazu entschlossen, eine Systemkamera zu kaufen. Es sollte die Fujifilm X-Pro1 werden. Aber wo gibt es die Fuji? Die Nachfrage scheint groß und die Auslieferung gering. Das sichert natürlich Preise nah an der Preisempfehlung des Herstellers.

Einige Händler hatten vollmundig auf der Webseite Bestellmöglichkeiten und Termine genannt - die dann in der Bestätigung schnell auf Mitte Mai korrigiert wurden. Eigentlich wollte ich im Hamburger Fachhandel kaufen, aber da gab es auch keine Antworten oder Termine auf Emails. Also doch im Versand kaufen? Mit etwas Suchen habe ich dann in 2 Wochen alle Teile bekommen.

Den Body mit 18 mm Objektiv zum Kit-Preis bei www.top-foto.de Der Kontakt per Email und Telefon war reibungslos, ich bekam sofort einen Anruf, als die Kamera eintraf, am nächsten Werktag war sie geliefert.



Den Handgriff und das 35mm Objektiv fand ich bei www.dasfotoforum.de - der Kontakt war äußerst zuvorkommend und hilfsbereit, der anschließende Dialog und Versand perfekt und aufmerksam.

Das 60mm Objektiv war weiter nicht zu bekommen. Ich fand es in ausreichender Zahl in UK zu deutlich teurerem Kurs, so erinnerte mich an einen Fotohändler in Dublin, den ich letzten Sommer sah. Er hat alle Objektive vorrätig. Da der Webshop nur nach Irland und UK versendet, war das Objektiv ein paar unkomplizierte Emails später auf dem Weg zu mir und nach zwei Tagen geliefert. Perfekter Service von connscameras.ie - dies widerlegt für mich auch die Thesen in einigen Foren, dass das Objektiv ein Qualitätsproblem haben soll. Was doch so alles spekuliert wird, wenn man Zeit hat... Fuji hat einfach bestimmt Märkte zuerst beliefert.

Fazit: drei Händler - drei Empfehlungen. Alle sind hervorragend kundenorientiert, hilfsbereit und zuverlässig. Ein Grund, warum Fujifilm die Kamera nicht zuerst an die Elektronikdiscounter und Amazons der Welt ausliefert. Dies gilt auch für alle weiteren Versender in diesem Beitrag.

Jörg Langers Bericht im Taschenfreak-Blog überzeugte mich von einem passenden Gurt  von Artisan&Artists in knallrot - von www.monochrom.com - passt perfekt.

Dazu noch die 32 GB SD Karte mit 95 MB/s Übertragung für knapp 5.000 Bilder von Amazon.

Weil alles schön kompakt transportiert werden soll, empfahl mir Jörg die ThinkTank Retrospective 5. Ich hatte zwischenzeitlich noch die Lowepro Event Messenger 100 Mica bestellt - eine Tasche, die ihren Preis wirklich wert ist, aber insgesamt in der Verarbeitung und Funktionalität nicht an die von ThinkTank herankommt.

Die Kamera lag mir trotz des unbedingt zu empfehlenden Handgriffes nicht sehr gut in der Hand. Der Thumbs Up Handgriff  CSEP-2 versprach hier Verbesserung. Zu Recht, ein wirklich sinnvolles Zusatzteil, das auch vor dem unbeabsichtigten Verstellen der Belichtungskorrektur schützt. Der Boob Soft Release Button von Thumbs Up ist jedoch entbehrlich, mir ist damit der zweistufige Auslöser zu schwammig, wenngleich er sich schon gut anfühlt.



Das letzte Teil, eine Korrekturlinse +1 für den Sucher habe ich heute auch gefunden. Fuji liefert die nicht und verweist auf Dritte. Gar nicht so einfach, wenn man nicht gleich wieder per Ebay nach Hong-Kong will. Aber dann fiel mir www.foto-huppert.de ein, und tatsächlich, die haben immer viel von Zeiss und die Suchfunktion des Shops lieferte sie mir. Ich hoffe, sie passt.


Die ersten Testfotos und Belichtungsreihen sind gemacht. In einer Woche folgt die Premiere im Studio. Die Bildqualität ist hervorragend, die Hauttöne werden weich wieder gegeben. Weitere Eindrücke folgen - erste Tests sind bei Flickr zu sehen.

Nun gilt es, den Augen und Fingern, die noch Canon denken, eine neue Kamera beizubringen. Ich werde berichten.


PS: Tolle Infos zur X-Pro1 bei http://www.scoop.it/t/fuji-x-pro1

Tuesday, 10 April 2012

Wo entsteht mein Foto?

Menschen, die von mir fotografiert werden, fragen mich oft, wie viel Zeit in der Bearbeitung eines Bildes steckt. Meine Antwort ist: ich fotografiere gern. Aber ich sitze nicht gern stundenlang an einem Bild am PC. Wie hängt das zusammen?

Viele Fotografen schwören auf  das RAW-Format. Mit dem kann man so ziemlich alles anstellen und retten, was bei der Aufnahme nicht hundertprozentig klappte. Sowas wie die Universalwaffe zur Bildrettung. Für einen Profi-Workflow, der auf reproduzierbare und genormte Ergebnisse abzielt eine tolle Sache. Bei emotionalen Portraits wie ich sie mache, halte ich das angesichts den Möglichkeiten, die heutige Kameras bieten, für entbehrlich. Die hochwertigen JPGs der teuren Kameras sind hervorragend. Zudem kann ein Teil der Bildbearbeitung schon in der Kamera erfolgen und ich habe die Möglichkeit, durch Kameraeinstellungen "mein" Foto zu machen, wie ich es im Kopf habe. Die Referenz ist für mich immer ein fertiges Bild der Kamera und nicht das am PC.

Also gibt es keinen Grund, bei der Aufnahme mit durchschnittlichen Bildern zufrieden zu sein, um diese dann am PC zu retten und zu tunen. Natürlich finde ich es toll, Anpassungen mit Bildbearbeitungsprogrammen zu machen. Aber eben nur für die Dinge, die ich nicht schon bei der Aufnahme berücksichtigen kann. Es geht um das Finish ehrlicher und lebendiger Bilder. Haut ist selten perfekt, Augenringe sind nun mal da oder auch eine Narbe. Die sind dann natürlich zu bearbeiten - wenn das Model es denn will, denn auch diese können wichtige Teile des Menschen sein. Haut bleibt bei mir aber immer noch Haut und die Poren sind da, wo sie hingehören. Auch  Bildstimmung, Schnitt und Perspektive entstehen bei der Aufnahme. Natürlich wird wo erforderlich der Hintergrund  gereinigt, stilistische Verarbeitungen wie Cross-Processing, Vignetten oder Entsättigung erfolgen am Rechner - aber immer nur als Ergänzung, nie als einziges Stilmittel. Bei mir steht immer am Anfang ein retuschiertes, ehrliches Bild auf Basis eines gut belichteten JPG-Bildes.

Die Wahl der Kameraeinstellungen ist vom Hauttyp des Models abhängig, Kontraste in Schatten und Lichtern  oder leichte Tonungen können auch schon bei der Aufnahme erfolgen. S/W-Fotos kann ich auch schon in der Kamera aufnehmen - da kann dann ein RAW wiederum helfen, auch eine Farbversion zu erzeugen, sofern die Kamera nicht gleich mehrere JPGs speichern kann. Aber wenn ich s/w als Ziel habe, dann nutze ich das auch schon bei der Aufnahme. So kann ich sofort sehen, welche Farbfilter wie wirken, sie bewusst einsetzen und Kontraste anpassen an die Situation.

Daher gibt es für mich auch eine Grenze, die ich nicht übertreten werde. Ich verforme nicht, ich glätte Haut nicht über Gebühr, ich will, dass der Mensch auf meinen Fotos der ist und bleibt, wie er von sich und anderen auch gesehen wird.

Dazu will ich ein möglichst gutes Foto fotografieren. Und nicht erst am PC berechnen. Basis sind immer eine abgestimmte, manuelle und eher riskante, meist helle Belichtung, ein bei der Aufnahme passend gewählter Ausschnitt und eine mit Festbrennweiten erzeugte Perspektive. Nur so schaffe ich es, dass alle Bilder des Shootings schon einen eigenen Stil haben, der dann bei der Bearbeitung abgerundet wird.

Und das dauert dann selten länger als 10 Minuten. Denn meine Fotos entstehen in der Kamera.

Saturday, 17 December 2011

Rückblick

Zum Jahresende ein kleiner Rückblick auf Shootings im Jahr 2011. Ich danke allen, die vor meiner Kamera waren für euer Vertrauen, den Spaß und die Ideen, die wir zusammen hatten und umsetzen konnten. Ich konnte lernen,  habe den Schritt aus dem Studio gemacht, konnte dabei den Kopf frei kriegen und hoffe, es sind ein paar Bilder entstanden, die auch für euch ein klein wenig die Zeit anhalten.

Ich erinnere mich gern an alle Shootings - einige liegen mir besonders am Herzen, weil der Spaß, die Gespräche und Ideen dazu einfach so wunderbar passten. Ich durfte durch die Fotografie einige ganz besondere Menschen kennen lernen. Diese Erinnerungen neben den Fotos sind meine Motivation, immer wieder Menschen zu portraitieren.

Aber - was wäre ich ohne die Menschen vor der Kamera?
Ein Fotograf, mit leerem Studio, leerer Speicherkarte und einer teuren, ungenutzten Kamera. Darum, auch weil es irgendwie aus der Mode kam: ein ganz dickes Dankeschön, an alle, die dieses Jahr vor der Kamera waren. Über 4000 Fotos fanden den Weg in BestOf-Ordner. Ohne euch wäre dieser Ordner leer und das Logo von CPPHOTO nur eine Grafik. Nur durch euch wird sie lebendig.

Ich danke euch. (Klick auf das Bild für eine große Version).


Leider war das Jahr auch durch viele Absagen geprägt, etwa knapp die Hälfte der teils langfristig und aufwändig geplanten Shootings fanden nicht statt. Wegen Frechheiten wie ohne Absage nicht zu erscheinen über kurzfristige Absagen wegen spontan anderer Prioritäten bis zum nachträglichen Einschränken der Aufnahmebereiche ging viel zu viel Zeit bei der Organisation und Nachbereitung, ohne das geplante Ergebnis zu haben, drauf. So wird es für TFP Shootings nicht weiter gehen.

Immerhin gelang es mir oft, Absagen durch spontane und gelungene Shootings zu ersetzen, es ist immer gut einen Plan B oder eine Warteliste zu haben. Ich musste selbst auch mal absagen und gegen rechtzeitige, beruflich, familiär oder gesundheitlich bedingte Absagen wird niemand etwas sagen. Da habe ich volles Verständnis und dieses ja selbst auch oft erfahren. Mich ärgert die nicht entgegengebrachte Wertschätzung meiner Zeit und der meiner Familie, die meinen Fototick derzeit noch mitmacht.

Ob und wie ich 2012 wieder TFP Fotoshootings anbiete, weiß ich noch nicht. Mein Kalender hier zeigt freie Termine, aber ob ich die Energie aufbringe, da weiter das Risiko der Absagen mir unbekannter Modelle zu akzeptieren? Ich werde bevorzugt mit Menschen Fotos machen, die mein Thema mitmachen, die ich kenne und denen ich vertraue, dass es keine Spaßbuchungen sind. Ich bin daher sehr froh, schon einige Termine und Themen abgemacht zu haben und freue mich schon auf den Sommer, outdoor, R4, Strand, das Leben. Meine Ideen stehen im Blogbeitrag zuvor. Auch Workshops mit anderen Fotografen und mit einem bezahlten Model sind angedacht. Oder Fotos mit mehr Risiko, Unschärfe, Bewegung, Tanz, Leben. Weniger Studio auf jeden Fall. Wir sehen uns...